Stralsund Teil 1 von 3 – Das Tor zur Insel Rügen

Die Nikolaikirche in Stralsund, zu Ehren des Schutzheiligen Nikolaus von Myra. Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de

Stralsund wird gern das Tor zur Insel Rügen genannt. Diese befindet sich an einer Meeresenge, dem Strelasund, welche die Insel Rügen vom Festland trennt. Die Stadt ist fast überall von Wasser umgeben und entwickelte sich aus einem kleinen Fischerdorf. Die Ansiedlung fand an der engsten Stelle statt. Nach einigen Jahren entstand dort die erste Handelsstraße, die bei Bremen begann und an einer russischen Großstadt endete. 1234 wurde Stralsund das lübische Stadtrecht zugewiesen. Durch die besondere Verbindung die Stralsund bot, war sie bald eine der mächtigsten Hansestädte an der Ostsee. Die Bezeichnung „Hanse“ entstand von niederdeutschen Kaufleuten die das Ziel hatten, die Sicherheiten der einzelnen Überfahrten zu gewährleisten. Die Symbolik einer Hansestadt ist immer noch die Farbe rot-weiß, welche auf dem Stadtwappen zu erkennen sind.

Sehenswürdigkeiten in der Hansestadt Stralsund

Eine Stadtmauer wurde errichtet, um den Angriffen von Feinden entgegen zu trotzen, insgesamt 10 Tore waren in der Mauer involviert, zum heutigen Zeitpunkt sind es noch 2 die die Stadt schmücken. Im 13. Jahrhundert sind weiterhin einige große Festungen und Teiche zur Sicherung der Stadt erbaut wurden. Heute ist die Stadtmauer an einigen Plätzen originalgetreu restauriert und gehört seitdem zum UNESCO Weltkulturerbe. Sehenswürdigkeiten die sich in der Stadt befinden, sind von kultureller Bedeutung und haben alle eine langwierige und einzigartige Geschichte hinter sich gelassen.

Die Nikolaikirche in Stralsund, zu Ehren des Schutzheiligen Nikolaus von Myra. Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de

Wer eine Ferienwohnung in Altenkirchen auf Rügen gebucht hat, kann innerhalb weniger Minuten auf das Festland fahren. Jeder Besucher der Hansestadt Stralsund sollte die Nikolaikirche – eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten – nicht versäumen. Diese wurde 1276 das erste mal in einer Urkunde erwähnt. Sie trägt den schönen Namen von Nikolaus von Myra – dem Schutzheiligen der Seefahrer. Die Pfarrkirche liegt direkt und nicht zu verfehlen hinter dem Rathaus auf dem Altmarkt. Die Entstehung dieses Backsteinbaus verlief von 1270 bis zum Jahre 1360, der Grund für die lange Bauzeit waren ständige bauliche Veränderungen, durch unterschiedliche Wunschvorstellung der Stadt Stralsund selbst. Die Marienkirche war ein Vorbild für die Erschaffung der Nikolaikirche.

Nikolaikirche und Rathaus Stralsund aus Richtung Hiddensee betrachtet. Bild: Ralf Luczyk / pixelio.de

103 Meter erstreckt sich der Kirchensüdturm, von den beiden bestehenden Doppeltürmen, in die Höhe. Eine Barockhaube schmückt die Kirche seit dem 17. Jahrhundert, die vorherige Turmspitze wurde von einem schweren Brand völlig zerstört. Viele Gelder der Bürger von Stralsund flossen in die Kirche, welche durch seine einzigartige bauliche Architektur und dem Inneren unverkennbar ist. Das Inventar der Pfarrkirche wurde 1525 gestohlen, über mehrere Jahrzehnte änderten die Menschen das innere Erscheinungsbild der Backsteinkirche, erst wurde die Decke filigran farbenfroh gestaltet, bis diese dann nach einigen Jahren schlicht weiß überdeckt wurde, fleißige Hände hatten 1891 bis 1909 den Himmel erneut freigelegt.

Rathaus und Nikolaikirche in Stralsund. Bild: Karl-Heinz Gottschalk (goka) / pixelio.de

Die bestehende Besonderheit in diesem Gotteshaus ist die Orgel mit drei Manualen und Pedalen und atemberaubenden 56 Registern, sie stellt eine der seltensten Orgeln der Frühromantik in Nordeuropa dar. Insgesamt aber verfügt sie über 3 Orgeln, erwähnenswert ist das die Buchholzorgel die größte und auch älteste Orgel. Einzigartig und anmutig anzuschauen ist auch der 12 Meter hohe Junge-Altar, der seinen Namen von der Familie Junge erhielt, die hinzuzog und für sich selbst erbaute. Aber auch barocker Taufbecken und das Kruzifix ist eine Darbietung die man in Ruhe auf sich wirken lassen sollte. Der Eintrittspreis ist für Besucher über 18 Jahren bei 2 Euro erschwinglich, diese sind durch die Instandhaltung der Nikolaikirche unvermeidlich.

Urlaubstipp: In der historischen Altstadt finden sich einige interessante Stralsund Ferienwohnung oder Stralsund Pension Anbieter, von denen sich kulturelle Ausflüge in die nähere Umgebung (oder auch auf die Insel Rügen) unternehmen lassen.

Lesen Sie dazu auch: Stralsund Teil 2 von 3 – Sehenswerte Bauten

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