Ein Besuch im Ostseebad Sellin auf Rügen

Sellin ist das zweitgrößte Ostseebad auf der Insel Rügen nach Binz. Eingerahmt wird es von den südlichen Ausläufern der Granitz und dem Selliner See. Die Stadt glänzt ebenso wie das Ostseebad Binz durch seine Bäderarchitektur, die weißen Fassaden der Häuser erblickt man überall im Ort. Eine lange Einkaufspromenade mit kleinen Cafés lädt jeden Urlauber zum Bummeln oder Verweilen ein.

Der Trubel ist in Sellin zur Hochsaison meist immer anzutreffen – bringen Sie Geduld mit bei einem Einkaufsbummel! Nervig kann hier der Stau auf der Proarer Chaussee sein, scheinbar wollen alle Besucher den Touristenmagnet gleichzeitig entdecken. Denn Sellin hat nicht nur die Seebrücke selbst zu bieten, besonders spektakulär ist die Wilhelmstraße, die selbst auch die „Flaniermeile in Weiß“ genannt wird, diese führt auf direkten Weg dort hin.

Auf der Seebrücke Sellin das Meer hinaus

Die meisten Gebäude sind ca. 100 Jahre alt und wurden über einen längeren Zeitraum aufwändig und mit Liebe zum Detail restauriert. Eine lange Allee, die sich zu beiden Seiten der Straße entlang erstreckt, lässt die Stadt in einem romantischen Glanz erstrahlen. Das Ende der Wilhelmsstraße bezeichnet man als „Verlängerung“ und ist die Hauptverbindung zu der berühmten Seebrücke. Die Verbindung ist die „Himmelstreppe“ die aus über 99 frei liegenden Treppen zum breiten, feinsandigen Strand führt. Direkt oberhalb des Strandes können Sie eine Sellin Ferienwohnung mieten – Traumblick auf das Meer inklusive!

Die Seebrücke Sellin bei Nacht – ein Tipp für Romantiker! Bild: stoffel / pixelio.de

Bevor sich der Rügendamm mit dem Festland der Insel verband, war genau dass das unlösbare Problem für alle Badefreunde. Sehr flach fällt der Strand vom Ufer in das Meer ab, schön für alle Badeurlauber jedoch unlösbar für Schiffe mit Tiefgang. Einst mussten die Besucher direkt von Bord in kleine Segelboote umsteigen, was etwas Mut erforderte.

Blick auf die Seebrücke in Sellin. Bild: Karl-Heinz Gottschalk (goka) / pixelio.de

Um dieses Risiko zu umgehen, entstand die Idee eine Seebrücke zu erbauen. 1906 wurde die Seebrücke mit über 500 Meter Länge in das Meer hinaus eröffnet. Die Idee selbst hatte konstruktionsbedingt Grenzen, dem die Brücke nicht stand hielt, über mehrere Jahre musste sie schweren Stürmen und Frost trotzen. Der Zerfall war praktisch unvermeidbar. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde die Schönheit der Brücke wieder hergestellt. Eine Tanzgaststätte krönte diese Erneuerung. 1979 wurde die Brücke erneut abgerissen, das Holz zerfiel und die bauliche Sicherheit war nicht mehr gewährleistet. 1998 ist eine historische Wiederherstellung durchgeführt wurden und schmückt nun Sellins Küste. 394 Meter weit reichte die Brücke ab sofort in die Ostsee hinein. Den offiziellen Namen „Ostseebad“ erhielt die Stadt 1998 mit Wiederherstellung der Seebrücke, die ersten Sellin Hotel Anlagen ließen nicht lang auf sich warten, denn Sellin war beliebter denn je.

Typische Bäderarchitektur in Sellin, die Villa Imperator.

Kleines Highlight: Am Ende der Seebrücke befindet sich eine Taucherglocke mit dieser man für einige Minuten direkt in die Ostsee tauchen kann.

Hinweis: Selbst für alle die schlecht zu Fuß sind oder ein Fahrrad/Kinderwagen dabei haben, gibt es eine Lösung die Selliner Seebrücke zu besuchen. An den Treppen wurde ein Lift angebracht, der die Besucher ohne Anstrengung von Oben nach Unten befördert.

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