Die Stubnitz im Nationalpark Jasmund

Insel Ruegen - Nationalpark Jasmund - Stubnitz

Der Nationalpark Jasmund bietet einen atemberaubenden Anblick für alle Naturliebhaber und Touristen die in der unberührten Natur, Ruhe und erdgeschichtliche Wahrzeichen für sich entdecken wollen. Besonders bekannt ist er durch den sich dort befindenden Königsstuhl, dem Wahrzeichen Nr.1 auf Rügen, sowie den Wissower-Klinken. Während den Ferien auf Rügen ist diese Aussichtsplattform auf dem Königsstuhl bei vielen Touristen sehr beliebt. Wer sich das Eintritssgeld zum Königsstuhl sparen möchte, kann auch die 1 km entfernte Victoriasicht aufsuchen, um dort ebenfalls einen beeindruckenden Blick auf den Königsstuhl zu erhaschen.

Perfekt zum wandern und entspannen: der Buchenwald „Stubnitz“

Das Waldgebiet – die Stubnitz wie sie auch genannt wird – erstreckt sich über 30 km². Die Natur wird hier sich selbst überlassen, nur in wenigen Waldgebieten darf Forstwirtschaft betrieben werden. Überall entdeckt man umgestürzte Bäume die langsam zerfallen, große Steine, die an die Eiszeit erinnern und Moore neben den einzelnen Wanderrouten.

Ein in großen Teilen sich selbst überlassener Wald - die Stubnitz auf Rügen

Direkt neben dem Wanderweg, den viele Touristen vom großen Parkplatz aus bei Hagen nutzen um den Königsstuhl zu besuchen, befindet sich der rund 11 m tiefe und rabenschwarze Herthasee. Der Sage nach hat die Göttin der Erde, Hertha, in diesem See selbst gebadet und all ihre Diener danach darin ertränkt. Der Grund für diese Tat war recht simpel, niemand sollte erfahren wie Sie ausgesehen hat. In der Nähe befindet sich eine 17m hohe Wallanlage, welche der Sage nach die Behausung der Göttin gewesen sein könnte. Tatsächlich handelte es sich einst um eine slawische Burg, die überall auf Rügen zu finden waren.

Früher war die Stubnitz überwiegend ein Eichenmischwald, doch durch den Klimawandel hat sich ab Mitte des 14. Jahrhundert die Rotbuche (aufgrund des feucht-kühlen Klimas) bis zu 80 Prozent ausgebreitet. Das Besondere an dem Buchenwald ist, das sich im Frühjahr all die schönen Frühjahrsblüher (besonders das Buschwindröschen), über den gesamten Erdboden erstrecken. Doch die Blütenbracht ist leider nur von kurzer Dauer. Wenn sich das Blätterdach schließt ist es zu dunkel um Gräser oder andere Grünpflanzen wachsen zu lassen. Der Buchenwald selbst wird nördlich durch die Ostsee begrenzt, das Brechen der Kreideküste erschafft dort eine Tiefe bis über 100 m. Egal ob vom Strand aus oder von den verschiedenen Aussichtspunkten, die Kreideküste Rügens ist immer eine Reise wert.

Moore & Sümpfe finden sich in der Stubnitz viele.

Ein Highlight ist der 7 km lange Hochuferweg. Dieser wird nicht nur von Wanderern, sondern auch von Spaziergängern gern aufgesucht und führt einen fast die ganze Strecke hoch oberhalb des Meeres entlang. An einigen Stellen gibt es Abstiege zum Ufer, wo man nach Donnerkeilen suchen kann – Sandstrände gibt dagegen keine. Man steigt förmlich über Stock und Stein, es ist also empfehlenswert auf robuste Outdoor Schuhe zu achten. Die romantische Landschaft, egal ob im Sommer oder zur kalten Jahreszeit, zeigt sich immer von ihrer schönsten Seite. Zwischen all den Buchen blitzen weiße Kreideformationen empor. Die Kreide färbt bei rauer See die marineblaue Ostsee in wunderschönes Türkis um.

In der Nähe beim Königsstuhl entlang des Hochuferweges.

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